Emil Müller (Pfarrer)Emil Müller (Pfarrer) Emil Müller, „Grünstadt und Umgebung“, 1904 Emil Müller (Pfarrer) Emil Müller, „Die Pfalz im Jahre 1870“, Grünstadt, 1906

Emil Müller (* 15. Februar 1864 in Frankenthal-Eppstein; † 5. Februar 1918 in Münchweiler an der Alsenz) war ein evangelischer Pfarrer sowie Pfälzer Heimatkundler, Historiker und Buchautor.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Biografie
  • 2 Historiker und Autor
  • 3 Literatur
  • 4 Weblinks
  • 5 Einzelnachweise

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde in Eppstein als Sohn des Schneiders Heinrich Müller und seiner Ehefrau Margarethe Elisabeth geb. Wetzel geboren. Von 1883 bis 1887 studierte Emil Müller an den Universitäten Erlangen und Straßburg. 1887 trat er als Geistlicher in den Dienst der Protestantischen Landeskirche Pfalz und wirkte zwei Jahre als Stadtvikar in Kaiserslautern. 1889 wechselte er nach Quirnbach bei Kusel, wo er von 1890 bis 1901 Pfarrer war. 1901 übernahm er die Pfarrei Sausenheim und 1908 die Pfarrei Münchweiler an der Alsenz. Dort starb er 1918. Müller war verheiratet mit Anna Fertsch aus Ludwigshafen-Oppau, nach ihrem Tod ehelichte er Berta Fleischner.

Historiker und Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seinem geistlichen Amt war Emil Müller ein begeisterter Historiker und Heimatkundler, der mehrere Bücher verfasste: 1896 das Werk „Aus der Geschichte des Dorfes Quirnbach“ (Neuauflage 2002), 1899 „Zur Geschichte des höheren Schulwesens“, 1901 „Der Brand von Kusel im Jahre 1794“, 1904 „Grünstadt und Umgebung“ und 1906 „Die Pfalz im Jahre 1870“. Nachdem er 1901 nach Sausenheim bei Grünstadt versetzt worden war, begann er – wie schon zuvor in Quirnbach – sofort auch dort historisch tätig zu werden. Er publizierte ab Oktober 1902 die „Leininger Geschichtsblätter“, die er bis 1915 herausgab. Zusammen mit dem katholischen Pfarrer Stephan Lederer (1844–1923) gründete Müller 1903 den heute noch existierenden Altertumsverein Grünstadt, dessen 1. Vorsitzender er über lange Jahre hinweg blieb.

Unter dem Pseudonym E. Montanus veröffentlichte er 1903 das autobiografische Werk „Aus der engen Welt eines Dorfpfarrers“.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Biundo: Die evangelischen Geistlichen der Pfalz seit der Reformation (Pfälzisches Pfarrerbuch), Verlag Degener, 1968, S. 318
  • Viktor Carl: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten. 3., überarb. und erw. Aufl. Arwid Hennig, Edenkoben 2004, ISBN 3-9804668-5-X, S. 604

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag zu Emil Müller in der Rheinland-Pfälzischen Personendatenbank, abgerufen am 15. April 2018.
  • Webseite über Quirnbach mit Abschnitt über Emil Müller
  • Webseite zu den „Leininger Geschichtsblättern“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑ Titel in der Universitätsbibliothek Heidelberg
Personendaten
NAME Müller, Emil
ALTERNATIVNAMEN E. Montanus (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer Geistlicher, Historiker Heimatforscher, Autor
GEBURTSDATUM 15. Februar 1864
GEBURTSORT Frankenthal-Eppstein
STERBEDATUM 5. Februar 1918
STERBEORT Münchweiler an der Alsenz
Emil Müller (Pfarrer)
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